Samstagsschicht: BMW M2 driftet ab Werk wild, Porsches schmerzhafter Kurswechsel und ein nerdiger Ausflug in Megatunnel
Ich wachte mit einem Posteingang auf, der nach heißem Gummi roch. Erste Nachricht? Ein BMW M2 mit 1100 PS, der quer durch das Münchner BMW-Werk driftete, als gehöre ihm der Laden. Dann kamen Porsches Geschäftszahlen (düster), Motorsport-News aus Mexiko und Sepang (spannend) und ein Artikel über die längsten Tunnel der Welt. Der Kaffee war kalt. Mein Kopf nicht.
Porsches Gewinne sinken, während drei Benzin-Ikonen dem Ausstieg entgegensteuern
Machen wir Klartext: Porsches Gewinne sinken, während die Marke ihr Modellangebot umstrukturiert. Das passiert, wenn man versucht, den Motor eines Schiffes zu wechseln, während es noch fährt. Die Einstiegs -Sportwagen – Boxster und Cayman – steuern auf eine vollelektrische Zukunft zu, und der Benziner Macan wird in Märkten, in denen der Macan Electric bereitsteht, eingestellt.
Ich hatte eine Woche lang einen 718 GTS 4.0 und denke immer noch an das knackige Ansprechverhalten des Gaspedals und den charakteristischen Klang des Sechszylinder-Boxermotors von 5.000 U/min bis zum Drehzahlbegrenzer. Ein Traumwagen! Doch die Zukunft wartet schon: Dank der Updates ist der Taycan zu einem echten Langstreckenläufer geworden, die Cayenne-Hybride ziehen wie Güterzüge, und wenn Porsche die Rekuperation und das Gewichtsmanagement des 718 EV perfektioniert, könnte er zum Maßstab für elektrische Fahrerautos werden. Ein großes „Wenn“, aber Porsche hat die Angewohnheit, solche Projekte erfolgreich abzuschließen.
Was ändert sich bei Porsche schnell?
| Auslaufendes ICE-Modell | Nachfolgestrategie | Was Sie erwartet |
|---|---|---|
| 718 Boxster | vollelektrischer Nachfolger | Sofortiges Drehmoment und ausgewogene Mittelmotor-Balance; Reichweite abgestimmt auf echte Wochenendausflüge, nicht nur auf Stadtverkehr |
| 718 Cayman | vollelektrischer Nachfolger | Die Fahrwerkspräzision bleibt im Vordergrund; die Kalibrierung der Bremsregeneration wird das Fahrgefühl bestimmen. |
| Macan (Benzin) | Macan Elektro | Schneller, leiser, schwerer; Ladeinfrastruktur und Abschlepprichtlinien entscheiden über Erfolg oder Misserfolg beim Autokauf. |
BMW M2, 1.100 PS und eine Fabrikhalle: Warum nicht?
Auf dem Papier klingt es wie ein Fiebertraum: Man nehme einen BMW M2, drehe die Leistung auf 1100 PS hoch und lasse ihn nach Feierabend durch das Münchner Werk tanzen. In Wirklichkeit ist es ein rasanter, reifenverdampfender Autokampf, gefilmt zwischen Roboterballett und sauber aufgemalten Sicherheitslinien. Die Stimmung? Industriekunst mit einer horrenden Reifenrechnung.
- Leistung: 1.100 PS aus einem völlig durchgedrehten BMW M2
- Ort: BMW-Werk in München – polierte Böden, geringe Gewinnspannen, kein Raum für Fehler
- Stimmung: Firmen-Ken Block
Zum Vergleich: Der serienmäßige BMW M2, den ich Anfang des Jahres gefahren bin, fühlt sich mit seinen 453 PS schon richtig kräftig an. Auf holprigen Landstraßen stürmt der S58 schon bei niedrigen Drehzahlen los, das Differenzial reagiert perfekt auf Gaspedalbewegungen, und bei Regen lernt man schnell, Respekt zu haben. Verdoppelt man die Leistung (und noch mehr), stellt man das Ganze auf eine glatte Oberfläche – nun ja – dann bewegt man sich im Bereich der Kunstprojekte. Ich habe mir den Film zweimal angesehen, mit voller Lautstärke. Alltagsauto? Wohl kaum, es sei denn, man hat eine Boxencrew auf dem Weg zur Arbeit.
Leben mit einem BMW M2: Realitätscheck
Kurze Anmerkungen aus meiner Zeit mit dem Standardmodell: Die Sitzposition ist perfekt, sobald man den Sitz nach hinten neigt und das Lenkrad an die Brust zieht. Das Fahrwerk hat diesen typisch bayerischen, straffen, aber nicht harten Fahrkomfort. Die Lenkung ist zwar präzise, gibt aber in der Mittellage etwas mehr Feedback, als mir lieb ist. Das iDrive-System hat sich verbessert, versteckt aber gelegentlich einfache Funktionen – wie die Einstellung der Auspuffklappe – in zwei Menüs zu tief. Kleiner Innenraum, großer Charakter. Es ist die Art von Coupé, die selbst den Einkauf im Supermarkt zu einer Odyssee mit vielen Umwegen macht.
BMW M2 im Vergleich zu seinen Konkurrenten: Schnelle Vergleichstabelle
| Auto | Leistung | 0–60 mph (geschätzt) | Fahren | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| BMW M2 (Serienausstattung) | 453 PS | 3,9–4,1 s | Hinterradantrieb | Ausgewogenes Fahrwerk, Fahrgefühl eines großen Motors in einem kleinen Fahrzeug |
| BMW M2 (Werks-Drift-Umbau) | ~1.100 PS | "Ja." | Hinterradantrieb | Nur geschlossener Satz; das Reifenbudget könnte einen gebrauchten Hatchback finanzieren |
| Audi RS3 | 401 PS | 3,6–3,8 s | Allradantrieb | Grooviger Fünfzylinder, enorme Traktion, Limousinen-/Schrägheck-Alltagstauglichkeit |
| Porsche 718 Cayman GTS 4.0 | 394 PS | 4,2–4,3 s | Hinterradantrieb | Saugmotor-Gasannahme, chirurgisch präzise, kein Rückstoß (eigentlich gar keiner). |
Motorsport: Hitze, Höhe und ein kompletter Neustart
Formel-1-Grand-Prix von Mexiko: Verstappen auf dem Papier schnell, auf langen Distanzen vorsichtig
Max war im zweiten Freien Training der Schnellste, gab aber zu, dass seine Longrun-Pace „bei Weitem nicht vorhanden“ war. Die Höhenlage von Mexiko-Stadt macht Kühlung und Aerodynamik zu echten Herausforderungen, und die Bremstemperaturen können schnell zu Reifenschäden führen. Man kann mit riskanten Manövern und Teams rechnen, die ihre Bremsen wie kostbare Kristallgläser pflegen.
MotoGP Sepang: Bagnaia landet den Schlag, Aprilia stolpert
Pecco Bagnaia fuhr in Sepang eine Runde wie in der Sauna und sicherte sich die Pole-Position, während Aprilia eine Session ablieferte, die man besser nicht auf den Kühlschrank stellt. In Sepang kommt es vor allem auf saubere Kurvenausgänge und Reifendisziplin an. Bagnaia hat die Hälfte geschafft; der Sonntag entscheidet über den Rest.
Supercars: Ein ernüchternder Unfall verletzt Fotografen
Bei einem schweren Zwischenfall wurden mehrere Fotografen an der Rennstrecke verletzt. Erste Gerüchte deuten darauf hin, dass Trümmerteile und Energie durch die Absperrungen freigesetzt wurden. Tage wie dieser erinnern uns alle daran, was wirklich zählt: die Sicherheit der Verletzten. Es ist mit Überprüfungen der Abläufe und hoffentlich einer schnellen Genesung zu rechnen.
Roadtrip-Nerd-Ecke: Die längsten befahrbaren Straßentunnel
Autocars Liste der längsten Tunnel ließ mich in Erinnerungen an Roadtrips schwelgen. Ich bin mal nach einem Nachtflug durch den Gotthard-Straßentunnel gefahren – 16,9 km, die sich mit den immer wieder aufblitzenden LKW-Rücklichtern wie eine Meditation anfühlten. Norwegens Lærdal-Tunnel ist mit rund 24,5 km der König, komplett mit blau beleuchteten Höhlen, die dafür sorgen, dass einem nicht der Kopf schmilzt. Tokios Yamate-Tunnel (ca. 18,2 km) ist ein Meisterwerk der Belüftung, getarnt als Pendlerstrecke.
- Norwegens Lærdal: ca. 24,5 km, stimmungsvoll beleuchtete „Höhlen“ zur Abwechslung
- Der Yamate-Tunnel in Tokio: ca. 18,2 km, der längste innerstädtische Straßentunnel
- Der Gotthard-See in der Schweiz: ~16,9 km, zweite Röhre im Bau, um Wartungssperrungen zu erleichtern
Profi-Tipp: Stellen Sie die Klimaanlage für eine Weile auf Umluft, lassen Sie einen größeren Abstand als Sie denken, und planen Sie bei Elektroautos Ladestopps davor und danach ein – Lüfter und Start-Stopp-Automatik können den Verbrauch unerwartet beeinflussen. Skiwochenende in den Alpen? Kein Problem. Machen Sie einfach nach dem Tunnel einen Stopp für das Fondue.
Kurzfassungen
- Der Übergang bei Porsche wird das Angebot an beliebten Verbrennern verknappen – rechnen Sie mit einem Preisanstieg bei leichten Gebrauchtwagen, gefolgt von einer Abkühlung, sobald sich der Markt erholt hat.
- Der virale BMW M2 Drift-Film ist echt witzig. Aber da wurde ja auch nur hinter verschlossenen Türen gedreht, mit Profis und einer ganzen Flotte Feuerlöschern. Für den Rest von uns: Autocross-Tag, zerzauste Haare unter dem Helm, breites Grinsen.
- Strategie für den Großen Preis von Mexiko: Die dünne Luft belohnt frühe Boxenstopps und freie Fahrt. Man kann mit riskanten Undercuts und vorsichtigem Bremsen rechnen.
Fazit: Der BMW M2 stahl allen die Show – doch die Geschichte ist vielschichtiger.
Heute fühlte es sich an wie ein perfekter Mix aus der Autowelt: Ein BMW M2 lieferte in einer Fabrik eine spektakuläre Show ab, Porsche rüstete sich für die schwierige Phase seiner elektrifizierten Zukunft, und der Rennsport erinnerte uns daran, dass Umstände Champions und Demut hervorbringen. Wenn Sie unterwegs sind, genießen Sie die Fahrt – am besten nicht durch ein Arbeitsumfeld mit lasergesteuerten Robotern.
Häufig gestellte Fragen
Welche Porsche-Verbrennermodelle werden demnächst eingestellt?
Die Benzinmodelle 718 Boxster und Cayman neigen sich dem Ende zu, da Porsche elektrische Nachfolger vorbereitet, und der Benzin-Macan wird in vielen Märkten zugunsten des Macan Electric schrittweise eingestellt.
War der Werks-Drift des 1100 PS starken BMW M2 echt?
Ja. Die Dreharbeiten fanden in einem abgesperrten Studio im BMW-Werk in München statt, mit einem stark modifizierten M2 und professionellen Fahrern. Unterhaltsam anzusehen; nichts für Heimwerker.
Wie schnell ist der serienmäßige BMW M2 wirklich?
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt mit dem Automatikgetriebe in etwa 4,0 Sekunden, mit dem Schaltgetriebe dauert es minimal länger. Auf kurvigen Landstraßen fühlt es sich dank des drehmomentstarken S58-Motors und des agilen Hecks spürbar schneller an.
Warum sagte Verstappen, dass sein Tempo auf lange Sicht in Mexiko „nirgendwo“ zu finden sei?
Mexikos Höhenlage verringert die Luftdichte, erschwert die Kühlung und verändert das aerodynamische Verhalten. Selbst in der Qualifikation kann man schnell sein und auf der Renndistanz mit Bremsen und Reifen zu kämpfen haben.
Welcher ist der längste Straßentunnel, den man heute noch befahren kann?
Derzeitiger Rekordhalter ist der Lærdal-Tunnel in Norwegen mit einer Länge von rund 24,5 km. Seine stimmungsvoll beleuchteten Höhlen sollen die Fahrer wach halten.
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